1.   Allgemeines

VIKA ist eine Spezial-Kunstharzdispersion mit Zusätzen wetterbeständiger Pigmente und Additive. Sie wird als Anstrich auf Flachdächern, Folie und bitumenhaltigen Abdeckungen bzw. Abdichtungen und auf Betonflächen eingesetzt. Der Anstrich bildet sehr schnell einen wasserdichten aber wasserdampfdurchlässigen Film, der nach Austrocknung:

- durch Lichtreflexion die Oberflächentemperatur von Abdichtungen wesentlich reduziert,

- wasserdampfdurchlässig,

- sehr witterungsbeständig und

- schwer entflammbar ist.

VIKA ist gegen Wasser, Öle, Fette, Petroleum, Terpentinersatz und die meisten Salz- und Reinigungsmittel-Lösungen beständig.

Nicht beständig ist VIKA gegen starke Lösemittel wie Xylol, Alkohol, Ketone und Ester.

VIKA wird in den Farben weiß, grau, rot und grün in 20 kg-Einweggebinden geliefert.

2.   Kenndaten
Einige typische Kenndaten von VIKA sind:

- Festkörpergehalt [Gew. %]:             ca. 50,0

- Spez. Gewicht [kg/l]:                         ca. 1,35

- mind. Filmbildetemperatur  [°C]:            + 5

- Flammpunkt  [°C]:            kein Flammpunkt

- Lagerung:          frostfrei mindestens 1 Jahr

3.   Anwendungsgebiete
Aufgrund seiner speziellen Zusammensetzung ist VIKA hervorragend als Reflexionsanstrich auf Folie und bitumenhaltigen Dachflächen geeignet. Die erzielbare Temperaturerniedrigung bei Sonneneinstrahlung gegenüber unbehandelten bituminösen Untergründen ist von der Pigmentierung abhängig und beträgt bei VIKA weiß ca. 25 °C, bei grau 15 °C, bei rot und grün 6 °C. Außerdem ist VIKA als farbiger Deckanstrich für Betonflächen und Estriche einsetzbar.

4.   Verarbeitung

4.1  Vorarbeiten
Mit VIKA zu behandelnde Flächen sind gründlich zu reinigen; vor allem müssen sie frei sein von losen Bestandteilen, Ölen, Fetten und Lösungsmitteln. Die gereinigten Flächen werden anschließend mit einem Rollauftrag Primer (bituminöse Haftgrundierung) in einer Menge von ca. 0,1 kg/m² grundiert. Dieser Voranstrich muß durchtrocknen bevor der VIKA-Anstrich aufgebracht wird.

Frische Dachbeschichtungen ohne Verschmutzungen müssen nicht grundiert werden.

4.2  Anstrich
Der eigentliche Anstrich erfolgt nach Trocknung des Voranstriches mit unverdünnter VIKA. Die Applikation darf nicht bei Temperaturen unter + 5 °C durchgeführt werden, da sonst keine Verfilmung der Kunststoffpartikelchen erfolgen kann. Bei erhöhten Anforderungen an die zu schützende Dachfläche muß ein weiterer Anstrich erfolgen (nach Austrocknung des ersten Anstriches). Die Trocknungszeit ist abhängig von Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftbewegung. Sie beträgt bei 20 °C ca. 2 Stunden. VIKA lässt sich am besten entweder mit einer Rolle, mittels Bürste, Airless o.Ä auftragen. Hierbei ist darauf zu achten, daß Streifenbildung vermieden wird. Bei Verarbeitung mit der Spritzpistole ist ein Airless-Gerät mit verschleißfester Düse einzusetzen.

VIKA ist eine wäßrige Dispersion, daher frostempfindlich. Bei Frost oder auf gefrorenen Flächen darf VIKA nicht aufgetragen werden. Die besten Ergebnisse werden bei Temperaturen über +10°C erzielt.

4.3  Materialverbrauch
Die Auftragsmenge kann je nach Oberflächenstruktur, Auftragsart und Trocknungsbedingungen etwas variieren. Im Durchschnitt genügen 300 - 400 g/m² in zwei Anstrichen à 150 – 200 g/m².

4.4  Materiallagerung
VIKA kann durch Gefrieren Schaden erleiden und ist deshalb frostgeschützt zu lagern; desgleichen soll VIKA nicht der Sonnenstrahlung und den damit verbundenen hohen Temperaturen ausgesetzt werden. Die Lagerfähigkeit beträgt unter diesen Bedingungen ca. 12 Monate.
Nach Gebrauch sind geöffnete Behälter wieder zu schließen und senkrecht zu lagern.

4.5  Wartung der Geräte
Unmittelbar nach Abschluss der Arbeiten werden die verwendeten Geräte sorgfältig in sauberem kaltem Wasser gereinigt. Wenn VIKA angetrocknet ist, lässt es sich mit Lösemitteln wie Xylol oder Toluol anquellen und anschließend entfernen.

Die vorstehenden Angaben entsprechen dem letzten Stand unserer Erfahrungen. Eine Gewähr für den Anwendungsfall sowie eine Haftung aus der Beratung durch unsere Mitarbeiter kann von uns nicht übernommen werden. Unsere Mitarbeiter üben lediglich eine unverbindliche Beratertätigkeit aus. Die Bauaufsicht, die Einhaltung der Verlegeanleitungen und die Beachtung der anerkannten Regeln der Technik liegen ausschließlich beim Verarbeiter, auch dann, wenn unsere Mitarbeiter an den Baustellen anwesend sind. Behördliche Vorschriften und etwaige Schutzrechte bitten wir zu beachten.
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